Geschichte des Standortes Westfälische Straße

Durch die Anlage des Schachtes II der Zeche Königsborn stieg die Anzahl der katholischen Einwohner in Heeren rasch an, so dass die 1884 erbaute einklassige Schulstube bald zu klein wurde für die katholischen Kinder der Gemeinde. Der jetzige katholische Kindergarten war in etwa Standort dieses Fachwerkhauses.

1904 wurde daher mit dem Bau einer katholischen Volksschule in der Westfälischen Straße begonnen. Unten waren 4 Klassenräume untergebracht, oben befanden sich 3 Wohnungen für Lehrer. Im Juli 1905 wurde die „Neue Schule“ von 232 Schülern und Schülerinnen und 3 Lehrkräften bezogen.

„Neue Schule“ – Erbaut von der Firma Wiggermann, Heeren

Foto:Der Altbau im Rohbau
Foto aus dem Schulprogramm der Brüder-Grimm-Schule

20 Jahre später wurde die Schule in Richtung zur katholischen Kirche um zwei Klassenräume und zwei Wohnungen vergrößert.

Da die Kohleförderung nach 1950 zunahm und der neue Förderschacht V in Betrieb genommen wurde, stieg die Anzahl der katholischen Einwohner Heerens weiter an. Zwischen 1953 und 1957 ließ die Gemeinde einen modernen Erweiterungsbau mit großer Pausenhalle in ost-westlicher Richtung errichten. An der Außenmauer der Volksschule wurde auf Wunsch vieler katholischer Bürger die Statue der Sankt Barbara angebracht. Der bei seiner Arbeit unter Tage von mancherlei Gefahren bedrohte Bergmann wird von Sankt Barbara vor Not und Unheil bewahrt. Ab 1959 trug die Schule den Namen „Barbaraschule“.

1968 war der letzte Erweiterungsbau der Schule an der Westfälischen Straße beendet. Im gleichen Jahr gab es eine einschneidende Schulreform: Die Volksschule wurde in Grund- und Hauptschule getrennt. Dies führte zur Auflösung der katholischen Barbaraschule und zur Bildung der Brüder-Grimm-Schule, Gemeinschaftsgrundschule der Stadt Kamen.

Steinfigur der heiligen Barbara mit verschiedenen Personen
Foto aus dem Schulprogramm der Brüder-Grimm-Schule

Nach ihrer Restaurierung wurde die St. Barbara-Statue im Mai 2000 bei einer feierlichen Zeremonie nunmehr im Treppenhaus der Schule aufgestellt. Sie erinnert an die Jahre des Bergbaus in Heeren.

Seit 2007 gibt es den Schulverbund „Brüder-Grimm-Schule mit dem Teilstandort Schule in der Mark“, der im November 2008 den Namen „Astrid-Lindgren-Schule“ erhielt.

Zurzeit ist unsere Schule noch dreizügig. Erfreulicherweise sind wir gut ausgestattet mit Fachräumen. Außerdem befinden sich eine Sporthalle und eine Schwimmhalle auf dem Schulgelände an der Westfälischen Straße.

Neugestaltung des Aussenbereiche

Spielende Kinder auf einem Klettergerüst
Schulkamera

Durch die Neugestaltung des Spielgeländes im Jahr 2010 ist der Außenbereich der Astrid-Lindgren-Schule für die Kinder sehr attraktiv geworden.